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Vereinsgeschichte

89 Jahre Vereinsgeschichte sind ausreichend Anlass für einen Blick in die Geschichte des Spielmannszuges.

In einer sehr schwierigen Zeit kurz nach den Hunger- und Inflationsjahren des 1. Weltkrieges kamen eine Handvoll musikbegeisteter Völlinghauser auf die Idee zur Gründung einer "Knüppelmusik" Dies war im Jahr 1926. Zu dieser Zeit verdienten die Völlinghauser ihr tägliches Brot noch hauptsächlich durch Land- und Forstwirtschaft und bekamen einen Teil des Geldes in Naturalien ausgezahlt. Zur Anschaffung von Instrumenten und Uniformen wurde jedoch bares Geld benötigt. Doch wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Schon kurze Zeit später war die Grundausstattung von vier Trommeln und vier Flöten zusammen. Es fehlte nur noch ein Ausbilder, der wohl in der Stadt, nicht aber auf dem Lande zu finden war. So machte sich jeder Musiker nach Feierabend mit seinem Instrument vertraut. Wer ihnen bei den ersten Übungsstunden zur Seite stand, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

Aber nachweislich war Heinrich Herbers der erste Tamboumajor, der auch die ersten Proben und ,somit das Zusammenspiel von Flötisten und Trommlern, durchgeführt hat. Die Männer der ersten Stunde waren: Klemens Herbst, Franz Krick, Klemens Koerdt und Paul Langer (alle Flöte), sowie Wilhelm Bäcker, Fritz Koerdt, Heinrich Sprenger und Anton Fraas (alle Trommel). Tamboumajor war Heinrich Herbers. Eine Uniform hatte die Knüppelmusik nicht. So nähten sich die Spielleute einfach die halbrunden Schwalbennester auf ihre Sonntagsjacken und auf dem Kopf trug man die Sonntagsmütze, damals war dies die landesübliche blaue Schirmmütze.

Schon bald wurde der unermüdliche Fleiß der Spielleute belohnt. 1927 erfolgte der erste öffentliche Auftritt. Der Schützenverein Völlinghausen/ Wamel verpflichtete die Knüppelmusik zur Untermahlung ihres Schützenfestes. Hier gelang wohl der musikalische Durchbruch, denn seitdem gilt das Jahr 1927 als Gründungsjahr.

Der nächste größere Auftritt erfolgte im Jahr 1929 beim Schützenfest des neugegründeten Schützenvereins St. Michael Völlinghausen. Laut Protokollbuch des Schützenvereins verpflichtete man für die musikalische Gestaltung das "Tamboukorps Völlinghausen". Von nun an ging es bergauf. 1934 konnte sich der Tamboukorps mit neuen ausstatten. Die Anzahl der aktiven Musiker stieg auf zwölf Spielleute.

Für die Zeit des zweiten Weltkrieges ruhte die hoffnungsvoll begonnene Vereinstätigkeit. Die Mitglieder Eberhard Hartmann, Franz Krick, Heinrich Sprenger, Klemens Koerdt und Fritz Koerdt sind aus dem Kriege 1939-1945 nicht wieder heimgekehrt.

Am 1. Mai 1949 wurde ein neuer Anfang gewagt. Mit dabei waren die alten Mitglieder Paul Langer, Wilhelm Bäcker, Anton Fraas, Klemens Herbst, Hermann Henneböle und als neue Mitglieder Franz Ebel, Franz Haarhof, Franz-Josef Krick, Josef Löbbecke, Otto Moers, Franz-Josef Schmidt, Hubert Weber und Walter Witt. Wie schon 1926 diente das Jahr 1949 der Beschaffung von Instrumenten und der Ausbildung neuer Mitglieder.

Dies war jetzt jedoch wesentlich leichter, da der Tamboukorps über eigene Ausbilder verfügte. Wilhelm Bäcker bildete die Flötisten, Wilhelm Kellerhoff sen. (früher Mitglied des Spielmannszuges Allagen) und Anton Fraas die Trommler aus. Paul Langer übernahm den Tambourstab, den er auch schon vor dem Kriege hatte. In diesem Jahr wurde der Tambourkorps der "Freiwilligen Feuerwehr Völlinghausen" angeschlossen.

Sein 25-jähriges Vereinsjubiläum feierte das Tambourkorps 1952 unter einem Zelte auf dem ehemaligen Hofe Lüchtefeld. Zu dieser Zeit hatte das Korps 14 aktive Mitglieder und hatte sich durch seine erfolgreichen Auftritte inzwischen schon weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen guten Namen gemacht. Im Jahr 1956 gab es im Vereinsleben einige Änderungen. Der Korps löste sich von der Feuerwehr und wurde in aller Form ein selbstständiger Verein: Spielmannszug Völlinghausen. Für die bisherigen Feuerwehruniformen wurde neue, grüne Uniformen angeschafft, die bis zum Jahr 1970 getragen wurden. Nun wechselte man zu blauen Uniformen, die in verschiedenen Variationen noch bis heute getragen werden.

Am 10 September 1977 feierte der Spielmannszug sein 50-jähriges Bestehen. Zwanzig Vereine aus dem ganzen Kreisgebiet kamen zum Freundschaftstreffen. Hatte der Verein im Jubiläumsjahr noch 26 Mitglieder, so begann man sich Gedanken über weiteren Nachwuchs zu machen. Bis zu Beginn der achtziger Jahre war der Spielmannszug ein reiner Männerkorps. 1982 brach man dieses "Tabu" und bildete junge Musikerinnen aus.

Zu seinem 60-jährigen Jubiläum konnte der Spielmannszug 22 Vereine bei einem zweitägigen Freundschaftstreffen begrüßen. In diesem Rahmen wurden 1987 Paul Langer als Gründungsmitglied und Hugo Schroer für langjährige Mitgliedschaft geehrt.1990 erhielten die Musiker des Spielmannszuges die blauen Uniformen, die auch heute noch bei den offiziellen Auftritten des Vereines getragen .

Bis 1992 wurden Tambourmajor und Vorsitzender immer von einer Person ausgeführt. Seit diesem Jahr sind die beiden Ämter von einander getrennt.

Im Jahr 1997 lud der Spielmannszug zur Feier seines 70-jährigen Bestehens ein. An zwei Tagen konnten 28 befreundete Vereine in der Heidberghalle in Völlinghausen begrüßt werden.

Seit 2000 ist Daniela Mankopf für musikalische Ausbildung aller Musikerinnen und Musiker verantwortlich.

Im Jahr 2001 vollzog sich ein Wechsel in der Vereinsführung.

Der langjährige Vorsitzende Manfred Schulz gab sein Amt an Harald Franke ab, der nun die Geschicke des Vereines leitet. Im gleichen Jahr schied Wolfgang Linnhoff nach 21 Jahren als Kassierer aus. Beide wurden mit der Landesehrenplakette des Volksmusikerbundes NRW ausgezeichnet. Sein Nachfolger als Kassierer wurde Thorsten Linnhoff.

Im Jahr 2002 wurde im Rahmen des 75-jährigen Bestehens das Gemeindemusikfest der Gemeinde Möhnesee  gefeiert. Neben den Musikvereinen der Gemeinde waren das Tambourkorps Niederbergheim uns das Blasorchester sowie der Spielmannszug aus Allagen zu Gast. Als erstes Mitglied des Spielmannszuges Völlinghausen wurde Franz-Josef Feldmann mit der Kreisehrenplakette des VMB, Kreisverbandes Soest, ausgezeichnet und Daniela Mankopf für den bestandenen C3-Lehrgang.

Der Spielmannszug Völlinghausen ist in das Vereinsregister des Vereinsgerichts Arnsberg aufgenommen und von der Finanzverwaltung als gemeinnützig anerkannt. Heute hat der Spielmannszug 54 Aktive (incl. Nachwuchs), 123 passive Mitglieder und 14 Ehrenmitglieder. Fünf Ehrenmitglieder sind leider schon verstorben. Plötzlich und unerwartet verstarben die aktiven Mitglieder Hans-Joachim Langer (1994) und Franz-Josef Feldmann (2005).

Nachdem der Tambourmajor Markus Herbers auf der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins St. Michael Völlinghausen im Januar 2006 völlig überraschend zum Oberst gewählt wurde, übernahm der stellv. Tambourmajor Dirk Lüchtefeld auf einer ausserordentlichen Versammlung im März das Amt des Tambourmajors.

Das Gemeindemusikfest wurde im Jahr 2009 vom Spielmannszug Völlinghausen ausgerichtet.

Auf der Jahreshauptvesammlung im Jahr 2009, die letztmalig im Vereinslokal "Haus Lüchtefeld" durchgeführt wurde, bedankte sich der Spielmannszug Völlinghausen beim Vereinswirtsehepaar Martha und Manfred Lüchtefeld für die gute Bewirtung in den ganzen Jahrzehnten. Manfred Schulz wurde auf dieser Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitlgied ernannt.Ende 2009 wurde das Vereinslokal geschlossen. Leider verstarb Martha Lüchtefeld bereits im März 2010. Seit dem Jahr 2010 findet die Jahreshauptversammlung, die immer am 2. Samstag im Dezember abgehalten wird, in der Heidberghalle Völlinghausen statt. Die befreundeten Jungschützen übernehmen hierbei die Bewirtung.

Zahlreiche Auftritte werden in jedem Jahr fest eingeplant. Das Schützenfest in Völlinghausen , Wamel und Bettinghausen sowie Freundschaftstreffen befreundeter Musikvereine sind feste Termine im Jahreskalender des Spielmannszuges. An kulturellen Veranstaltungen im Ort nimmt der Spielmannszug regelmäßig teil und pflegt zu allen Vereinen im Ort ein sehr gutes Verhältnis.

Ebenso werden die jugendlichen Spielleute auf Lehrgängen weitergebildet. Teilnahme an Ausflügen (z.B. nach Hamburg, München, Freiburg, Berlin, Bremen und Düsseldorf) und anderen Feierlichkeiten fördern die Kameradschaft und die Geselligkeit des Vereins.

1978 trat der Spielmannszug Völlinghausen in den Volksmusikerbund NRW, Kreisverband Soest, ein, der im Jahr 1975 gegründet wurde. Die Kreisjahreshauptversammlungen werden immer von einigen Delegierten besucht. Auf der Kreisjahreshauptversammlung 2003 wurde der Spielmannszug Völlinghausen für überdurchschnittliche gute Jugendarbeit vom Kreisverband Soest ausgezeichnet.

Der Vorsitzende Harald Franke wurde im Jahr 2009 zum Vorsitzenden des Volksmusikerbundes NRW,  Kreisverband Soest, gewählt und ist seit 2012 als beratendes Mitglied im Präsidium NRW tätig.

Auf der Jahreshauptversammlung 2012 wurde Franz-Josef Feldmann nachträglich zum Ehrenmitglied ernannt.

Nach dem Winterfest 2013 übernahm der Tambourmajor Dirk Lüchtefeld die Gesamtausbildung im Spielmannszug Völlinghausen.

Auf der Jahreshauptversammlung 2013 fand ein Wechsel in der Vereinsführung statt.

Nachdem sich Harald Franke nach zwölf Jahren Vorsitzender und insgesamt 21-jähriger Vorstandstätigkeit nicht wieder zur Wahl stellte, wurde Thorsten Linnhoff als neuer Vorsitzender des Spielmannszuges gewählt. Harald Franke erhielt für seine Verdienste den Landesehrenteller des VMB NRW.

Im Rahmen des 6. Landesmusikfestes NRW, welches vom 30.04.-04.05.2014 in Soest statt fand, nahm der Spielmannszug am Wertungsspiel teil. In der Kategorie drei wurde mit gutem Erfolg abgeschnitten und die Monate lange Probenarbeit hat sich ausgezahlt. Der Tambourmajor Dirk Lüchtefeld und Vorsitzende Thorsten Linnhoff waren sehr zufrieden und stolz auf das erreichte Ergebnis.

An der Landesmusikakademie NRW in Heek absolvierte Dirk Lüchtefeld vom Herbst 2014 bis zum Sommer 2015 einen C1/C2-Lehrgang mit gutem Erfolg. Im Rahmen des Schützenfestes wurde er dafür mit der verdienten Nadel und Urkunde ausgezeichnet.

Der ehemalige Flötist und Vereinswirt Manfred Lüchtefeld wurde in der Jahreshauptversammlung 2015 zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Januar 2016 stellte sich Harald Franke nicht wieder zur Wahl als Vorsitzender des VMB, Kreisverband Soest. Im April 2016 wurde er zum Vizepräsidenten des VMB NRW gewählt.

Bisher wurden Stepahnie Franke (2005), Egbert Gabel (2011) und Daniela Mankopf (2012) mit dem "Orden für besondere Verdienste" des Kreisverbandes Soest und auf der Jahreshauptversammlung 2012 wurde Wolfgang Linnhoff mir der sehr seltenen "Verdienstmedaille in Gold für besondere Verdienste der BDMV" ausgezeichnet.

Nach wie vor schreiten die Tambourmajore dem Spielmannszug voran. Ein Grund und Anlass, diese einmal aufzuzeigen: Heinrich Herbers von 1927-1935, Paul Langer von 1935-1953, Anton Fraas von 1953-1957, Fritz Ebbert von 1957-1972, Bruno Ebbert von 1972-1992, Markus Herbers von 1992-2006 und Dirk Lüchtefeld, der seit 2006 den Tambourstab inne hat.

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